Archiv 2026

Musik, Literatur, Ausstellungen und Begegnung

Ein gelungenes Fest mit vielen Besuchern zum 30-jährigen Jubiläum des Kulturvereins am 23.08.26

Mit einem fröhlichen Event beging der Kulturverein Möhnesee seinen 30. Geburtstag und freute sich darüber, dass das Stockebrand Haus nun seit 25 Jahren kulturellen Aktivitäten zur Verfügung steht. Das ganze fand in einem geselligen Rahmen statt, der geprägt wurde von kulturellen Veranstaltungen so wie es der Tradition des Hauses und des Vereins entspricht: Jazzmusik mit den Winkelmann-Brüdern und Helmut und Johannes Reimer, einer Lesung der Börde-Autoren untermalt mit Liedern von Reinhard Mey sowie zwei Ausstellungen weit über die Region hinaus bekannter Künstler, die hier am See ihre Heimat gefunden haben: Horst Rellecke und Gero Troike.  Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl durch ein Buffett und Getränke gesorgt, sodass zwischen den Programmpunkt eine sehr gesellige Stimmung entstand, die zum Austausch einlud.

Die  langjährigen Vorsitzenden Michael Winkelmann und Franziska Hanusa warfen einen Blick zurück in bewegte Zeiten, in denen der Kulturverein schon einmal kurz vor der Auflösung gestanden hat. Bürgermeister Wolf Blesken lobte die Arbeit des Vereins für den gemeindlichen Zusammenhalt. Der Vorsitzende Martin Kunz wagte aber auch einen Ausblick. Kein Ausruhen auf den Lorbeeren, sondern die Gewinnung neuer Besuchergruppen und innovativer Formate für die Zukunft. seien angezeigt.

So gestärkt gingen die Besucher dann mit dem Gefühl und der Gewissheit, dass dem Verein noch eine lange Zukunft gewiss ist, nach Hause.

Gesangsveranstaltung von Nadja Dust

„Von Lippen die küssen – oder auch nicht“ – unter diesem humorigen Titel stand das Konzert, zu dem der Kulturverein Möhnesee am 19.06.2026 ins Ludwig-Kleffmann-Haus eingeladen hatte.

Die Möhneseer Sopranistin Nadja Dust und Bettina Casdorff am Klavier trugen bekannte Arien aus Oper und Operetten vor, so bespielweise aus „Die lustige Witwe“, „Der Vetter aus Dingsda“ und natürlich auch aus der berühmten „Fledermaus“ von Johann Strauß. Daneben war auch das berühmte „O mio babbino caro“ von Puccini zu hören. Das Programm wurde moderiert und bereichert durch passende Gedichte, vorgetragen von Franziska Hanusa. Bei hochsommerlichen Temperaturen erlebten die Zuhörenden einen Abend mit großen Gefühlen und viel Augenzwinkern.


 

Ein litarischer Spaziergang durch die Romantik

Teilnehmende trotzen den Eisheiligen

Eigentlich sollte es am 12.05. ein frühlingshafter Spaziergang über die Soester Wälle und die Altstadt der alten Hansestadt werden. Aber hier spielten in diesm Jahr die Eisheiligen nicht mit. Und trotzdem oder gerade deswegen gelang es Adele Stein  und Bodo Gerlach mit ihrer Gedichtauswahl aus dem Mittelalter und der Romantik die Teilnehmenden im Herz zu erwärmen.

Es begann mit dem Texten und einem Lied von Walther von der Vogelweide, diesem verzweifelten, lyrischen und letztlich oft gescheiterten Werben des Minnesängers um seine Geliebte vom höheren Stand.

Dann folgte eine Auswahl von bekannten, aber auch neuen, stimmig ausgewählten Gedichten von Novalis, Mörike und am Ende von Annette von Droste-Hülshoff. Adele Stein ließ uns auch am Leben dieser bedeutenden Lyriker anschaulich teilhaben. Als dann zum Ende im Burgmuseum Bodo Gerlach von der hohen Warte der Turmtreppe  vortrug, waren wohl alle Anwesenden mit den kalten Temperaturen versöhnt und gingen mit guten Gedanken ihrer Wege und sie wussten, dass es in der Welt wirklich wundersam zugeht so wie es der Titel der Veranstaltung versprochen hat.

Lesung mit Musik

Ein abwechslungsreicher Abend mit Geschichten und Gedichten

Am 5. Mai lud der Kulturverein wieder einmal zur literarischen Stunde ins Haus Stockebrand. Wie schon im letzten Jahr hatte die Schreibtrainerin und Werkstattleiterin Bettina Jungblut mit drei Lesenden das Programm eigens für diesen Abend entwickelt und übernahm die Moderation.

Christa Marpert, Birgit Schneider und Nils Lange kennen sich aus der mehrtägigen jährlichen Schreibwerkstatt (SaM) im Schnapps Hof am Möhnesee. Sie sorgten für ein vielfältiges Programm aus Geschichten, Gedichten und der ein oder anderen textlichen Überraschung. Neu in diesem Jahr war die Musik "auf allerley Instrumenten" von Franz Schröder, der neben der Gitarre Dudelsack, Flöte und Mandoline im Gepäck hatte. Das abwechslungsreiche Programm, das von den gut gelaunten Akteuren den zahlreichen Zuhörern geboten wurde, kam sehr gut an und alle hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. 

Führung durch die Gedenkstätte „Französische Kapelle“

Am 10.Februar 2026 organisierte der Vorstand des Kulturvereins eine Führung durch die „Gedenkstätte Französische Kapelle“. Herr Schmidt, ein kenntnisreicher und engagierter Führer, nannte zunächst auf einem Rundgang um den Gebäudekomplex interessante Details zur Geschichte des Areals. In der „Französischen Kapelle“ lauschten die Zuhörer den Ausführungen zur Entstehung und Bedeutung dieses Raumes. Den Abschluss bildete die Besichtigung der Ausstellungsräume zur neueren Soester Geschichte mit besonderem Focus auf Krieg und Nationalsozialismus.  

Namibia - Mehr als eine Wüste

Ein Reisebericht von M. J. Kunz am 21.04.26 im Stockebrandhaus

Namibia, ein Wüstenland mit der Kalahari („wasserloser Platz“) und der Namib („leerer Platz“) ist das zweit dünnst besiedelte Land unserer Erde. Es ist aber reich an Natur, Tierwelt und alten Menschenstämmen. Nirgendwo anders kommt man in direkten Kontakt zu Gesteinsarten, die über zwei Mrd. Jahre alt sind. Die Reise hat all das entdeckt und darüber hinaus noch Einblicke in die koloniale Zeitgeschichte gefunden in Lüderitz und Swakopmund an der Atlantikküste. Das Buch: „Namibia – eine Reise in die ältesten Wüsten unserer Erde“ erzählt davon in vielen Bildern und Geschichten. Es ist erhältlich bei Martin J. Kunz unter der-schnellzeichner@web.de als Din A4 Hardcover Buch.

17.03.2026
Besuch bei Paul Egidius

Paul Egidius, der letzte ausgebildete Kupferdrucker für Radierungen und weiterer Verfahren wie Holzschnitt, Stich, Serigrafie, Prägedruck usw. öffnet sein Atelier und stellt Interessierten des Kulturvereins Möhnesee e.V. seine unterschiedlichen Drucktechniken vor. In enger Zusammenarbeit mit Künstlern, aber auch eigene künstlerische Werke, druckt Paul Egidius von den jeweiligen Druckplatten auf Büttenpapier oder auch Seide, wobei er die teilweise fast 600 Jahre alten Druckverfahren anwendet, aber auch eigene verbesserte und neu entwickelte Verfahren zum Einsatz bringt.

Anhand von acht Skizzen erklärt Paul Egidius die unterschiedlichen Herstellungsarten der Druckplatten aus Kupfer, Zink, Messing, Blei, Stahl und weicherem Eisen.

Anhand verschiedener Abzüge lassen sich die unterschiedlichen Herstellungs-techniken dann erläutern und auch mittels einer Filmsequenz über den Arbeitsablauf beim Druck alter Radierplatten von Heinrich Vogeler (1872-1942) auf Seide, einem ganz aktuellen Projekt.

Paul Egidius arbeitet zurzeit mit an einem Buch über die ExLibris Radierungen von Heinrich Vogeler und arbeitet anschließend an Heinrich Vogelers größeren Arbeiten, wozu zwei weitere Bücher geplant sind. Er widmet sich ebenfalls den Kupferstichen von Heinrich Aldegrever (1502-1555/61) und erstellt Abzüge vorhandener Platten des Soester Künstlers Hugo Kükelhaus. Für Museen sind Filme zu verschiedenen Drucktechniken in Arbeit. 

Es ist am Ende der Veranstaltung traurig zu hören, dass seit der Ausbildung zum Kupferdrucker von Paul Egidius keine weiteren Druckerausbildungen stattgefunden haben und dieses Handwerk wohl über kurz oder lang aussterben wird.


 

Liebe - in Musik und Wort

Eine sehr unterhaltsame Veranstaltung erfreute das zahlreich erschienene Publikum am 20. Januar 2026. Unter dem Motto „Das Schönste muss man singen, weil man es nicht sagen kann“ (Don Bosco) bot eine Musikgruppe - bestehend aus Bettina Buxot, Corinna Kickelbick, Marc Herting und Martin Buxot -  Lieder dar, die das Thema Liebe im weitesten Sinne beinhalten und Emotionen wecken. Der Gesang wurde dabei von Gitarrenmusik begleitet, passend zum Thema Liebe waren lyrische Texte zu hören.
 

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